Der Bruno Weber Park

Bruno Weber (1931-2011)

Visionär, Künstler und Schöpfer eines einzigartigen Skulpturenparks, der die Grenzen zwischen Kunst und Natur verwischt

Bruno Weber - Leben und Werk

Bruno Weber, geboren am 11. April 1931 in Dietikon und verstorben am 25. Oktober 2011 in Spreitenbach, war Kunstmaler, Grafiker, Bildhauer, Erfinder, Zimmermann, Maurer, Maler, Gipser und Architekt. Der Künstler Bruno Weber hat während eines halben Jahrhunderts ein Gesamtkunstwerk erschaffen das einzigartig ist in der Schweiz. Sein Lebenswerk, der Bruno Weber Park, ist ein Gesamtkunstwerk von internationaler Bedeutung und zieht jährlich tausende Besucher:innen aus aller Welt an.

Weber schuf eine fantastische Welt aus Skulpturen, Gebäuden und Gärten, die organisch mit der Natur verwachsen sind. Sein Werk ist geprägt von einer einzigartigen Mischung aus archaischen Formen, mythischen Figuren und einer fast märchenhaften Atmosphäre, die Besucher:innen jeden Alters in ihren Bann zieht.

Seine grosse Schaffenskraft zeigt sich in vielen Fabelwesen, begehbaren Skulpturen in der Parkanlage und das Künstlerhaus mit einzigartigem Turm.

Bruno Weber war der Architekt seiner Träume

Entstehung des Gesamtkunstwerkes

Als Kind und Jugendlicher verschrieb sich Bruno Weber der Malerei. Ermuntert durch den Schweizer Maler Max Gubler besuchte er auf Wunsch seiner Familie zunächst eine Lehre als Graphiker und Lithograph und durfte dann die Kunstgewerbeschule in Zürich besuchen. Dort waren seine Lehrer, Johannes Iten (Bauhaus-Künstler und für Farbenlehre zuständig, und seinerzeit Direktor an der Kunstgewerbeschule Zürich) sowie der Bildhauer Max Gubler, Bruder vom Maler Ernst Gubler und weitere Lehrer eindrückliche Persönlichkeiten für Bruno als Student.

1962, durch den Bau seines Ateliers, kam es zur autodidaktischen Auseinandersetzung mit Architektur, dem Werkstoff Beton und der Entdeckung ungeahnter Leidenschaft für die Gestaltung seines am Waldrand gelegenen Arbeits-, später Wohn- und Lebensraumes.

Der begehbare und als Zusammenspiel von plastischer Architektur und Natur erlebbare Kunstraum gilt schweizweit als grösste Skulpturenparkschöpfung eines einzelnen Künstlers.

Biographisches, Chronologie des Parks

1931

Geburt am 11. April 1931 in Dietikon.

1947 - 1949

Kunstgewerbeschule in Zürich.

1949

Ausbildung als Lithograph und Graphiker bei Orell Füssli in Zürich.

1952

Bruno Webers Familie erwirbt das Land, auf dem heute der Skulpturenpark steht.

Studienaufenthalt in Genua.

1962

Bau des Ateliers, bis 1963.

1965

Leben und Wirken (Heirat) mit Maria Anna Weber erste Mitarbeiterin ab 1967.

Erste Erweiterungen Wohnhaus mit Säulenskulpturen.

1967

Erste Erweiterungen im Bruno Weber Park.

1972

Geburt der Zwillingstöchter Mireille und Rebecca.

1977

Vereinsgründung der damals sogenannten “Gesellschaft Weinrebenpark“, heute: “Förderverein Bruno Weber Park“.

1988

Die Aargauer Behörden erteilen eine generelle Baubewilligung für die ganze Anlage.

1990

Gründung der Bruno Weber Stiftung, damals sog. “Stiftung Weinrebenpark-Bruno Weber»

2003

Die Spreitenbacher Gemeindeversammlung stimmt einer Umzonung für künstlerische Nutzung zu.

2005

Der Kanton Aargau genehmigt die Umzonung zur „Weinrebenparkzone“.

2006

Der Spatenstich zum Wassergarten mit Reden von Christine Egerszegi, Präsidentin des Nationalrats und Roland Brogli, Regierungsrat, erfolgt.

Entstehung des Bruno Weber Skulpturenwegs durch die Initiative des Vereins mit elf Skulpturen (zum Teil Skulpturengruppen) vom Bahnhof Dietikon zum Atelier.

2011

24. Oktober Bruno Weber verstirbt 80-jährig.

Ausstellungen

1958

Hotel Krone - „Scheune“ heute unter Kulturschutz, Dietikon, Ernst Kissling, Paul Raclé und Bruno Weber.

1961

Galerie Holzapfel (Dr. Toggenburg Inhaber), mit Thomas Dubs, Zürich.

1979

“Drachen“, Gruppenausstellung, Museum Bellerive, Zürich.

1980

Schweizerische Plastikausstellung, Biel.

1982

“Bildnis der Menschen unserer Zeit“, D-Säckingen und Nürnberg.

Künstlerhaus, Olten Gruppenausstellung.

1983

“Übersicht“, Aargauer Kunsthaus, Aarau.

1986

Courbet-Museum, Fotos von Vincent Knapp, F-Ornans.

Vancouver, National Photographie Exposition, Marcel Schubert, Fotos Weinrebenpark.

1988

Amtshausgalerie, Baden.

“Kopfhäuser, Skizzen, Objekte“, Einzelausstellung Galerie Hilt, Basel

1991

Kunsthaus Zürich, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“.

1992

Expo 92, Schweizer Pavillon, Sevilla.

Museo Reina Sofia Madrid, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“.

1993

Kunsthalle Düsseldorf, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“.

Bis 2005 Dauer-Ausstellung Modell Weinrebenpark Bruno Weber am Fuss des Monte Verità, installiert von Harald Szeemann, Ascona, TI.

1994

Venedig, ”Phantastische Kunst“, Kulturzentrum Zitadelle.

1995

Galerie Latal, Zürich, Einzelausstellung.

Seedamm Center, Pfäffikon SZ, Einzelausstellung.

1997

„Na-Tour 97“, Skulpturenweg, Hitzkirch, LU.

Kulturzentrum Villa Rolandseck “Phantasten“, D-Rolandseck.

1998

“Faden der Ariadne“, Herrenhof, D-Mussbach.

1999

„Down Town“, Bahnhof Stadelhofen, Zürich.

2000

Kulturzentrum Sigristenkeller, Bülach, Martin Schwarz, Bruno und Maria Anna Weber.

2003

Museum des Kantons Glarus, Tolder + Art, Näfels, Bruno und Maria Anna Weber.

Galerie Schoeneck “Outdoor“, Riehen/Basel, Einzelausstellung.

Freulerpalast Näfels, Tolder + Art, Einzelausstellung.

2004

Art Atelier Aquatinta, Lenzburg, Bruno Weber und Maria Anna Weber.

Garmisch-Partenkirchen, Michael Ende Park, Einhorn, Dauerausstellung.

2005

“Phantastische Welten“ Zitadelle Berlin, Spandau.

2006

Gemäldeausstellung unter dem Patronat der Stadt Dietikon, Einzelausstellung.

2007

Art-Imaginär Herrenhof, D-Mussbach Gruppenausstellung 2007 Art-Imaginär.

2009

Art-Imaginär Herrenhof, D-Mussbach/Weinstadt 2. Gruppenausstellung.

2011

Singisforum Muri, Klostergarten Einzelausstellung Skulpturen.

2012

Gedenkausstellung Bruno Weber, Herrenhof, D-Mussbach.

2013

“Bruno Weber und Max Gubler“, Bruno Weber Stiftung, Bruno Weber Park.

Veröffentlichungen / Bücher

1974

“Kunst und Kirche“, Kunstverlag A-Linz, Text: Prof. Dr. Justus Dahinden.

1980

“Phantastische Architektur“, Dumont Verlag D-Köln, Text: Michael Schjut, Jost Elfers.

1987

“Architektur“, Krämer Verlag, Stuttgart/Zürich, Text: Prof. Justus Dahinden.

1992

“Visionäre Schweiz“, Katalog Ausstellung Kunsthaus Zürich, Verlag Sauerländer, Aarau, Autor: Harald Szeemann.

1996

“Bruno Webers phantastische Welt“, Weitbrecht Verlag, Stuttgart/Wien/Bern, Fotos: Robert Elter und Maria Anna Weber, Roman Hocke und weiteren Autoren.

1999

“Fantasy Worlds“, Taschen-Verlag, Köln, Wien, Tokio, Fotos: Deidi von Schaewen, Vorwort, John Maizels.

2002

Bruno Weber - Der Architekt seiner Träume“, Benteli Verlag, Wabern/Bern, Text:Peter K. “ Wehrli, Fotos: Robert Elter und Maria Anna Weber.

2011

„Bruno Weber, die Kraft der Fantasie - ein Lebenswerk“, Hirmer Verlag München, Fotos: Hansruedi Bramaz, Vorwort: Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist, Beiträge: Franz Hohler Peter K. Wehrli, Dr. Fritz Billeter, Franz Hohler, Roman Hocke, Dr. Fritz Billeter, Dr. Peter Conrad und Helene Arnet.

Veröffentlichungen / Magazine und Zeitungen

1979

“Paradies am Rande“, Volker Schunk, Tagesanzeiger Magazin, Zürich.

1981

“Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler“, Verlag Huber-Orell Füssli, Zürich.

1982

“Sanfte Strukturen“, D-Ueberlingen, Autor: Marcel Kalberer, Architekt Universität Stuttgart.

1984

“ART“, Nr. 7, Text: Dr. Volker Schunk, Fotos: Michael von Graffenried.

1988

“Schweizer Beobachter“, Nr. 18, Text: Ueli Zindl Fotos Peter Stäheli.

1990

“TURICUM“, Nr. 2, Zürich, Text: Herbert Stüssi, Fotos: Michael von Graffenried, Robert Elter.

1991

“Schweiz“, Nr. 3, Rorschach, Text: Isabelle Rucki, Fotos: Peter und Walter Studer.

1992

“TURICUM“, Nr. 1, Zürich, Text: Dr. A. Orlando, Fotos: Robert Elter.

1994

“Häuser“, D-Hamburg, Text: Gabrielle Talmein, Fotos: Paul Talmein.

1995

“Passagen“, Nr. 4, Kulturzeitschrift, Pro Helvetia, Text: Harald Szeemann Fotos: Niklaus Spoerri.

1998

“Schweiz/Suisse/Svizzera/Switzerland - Reisen, Kultur und Natur“ (2/Na98), Text: Lukas Straumann.

1999

ArtProfil (3/1999) “Der Weinreben Park, Gesamtkunstwerk des Schweizer Künstlers Bruno Weber».

2003

“The Best Interiors“ No 15, Angelika Taschen, Warner World Media LLC, New York, USA.

2006

NZZ und Tages Anzeiger Beitrag zur Bilder- Einzelausstellung unter dem Patronat der Stadt Dietikon.

2009

Tessiner Zeitung / Modell des Skulpturenparks / Museum in Mendrisio ehrt Harald Szeemann.

2011

Tagesanzeiger Zürich, “Der sanfte Rebell“, Text: Helen Arnet, Beitrag NZZ und viele weitere zum Weggang von Bruno Weber.

Fernsehbeiträge

1976

Ludy Kessler, Tessiner Fernsehen; P.K. Wehrli:“Bruno Weber - Träume aus Stein“.

1976

Peter K. Wehrli, “Träume in Stein“, Fernsehen DRS, Zürich.

1980

Peter Weck, “Schweiz unerwartet“, D-Mainz ZDF.

Claude Delieutraz, “Bruno Webers Reich“, Fernsehen SSR, Genève.

Marcel Boucard, “Land der Imagination“ DVD.

1981

Toni Vescoli, “Szenenwechsel“, Fernsehen DRS, Zürich.

1982

Prof. Dr. Peter Dencker, Bruno Weber, D- Mainz ZDF.

Abe Milrad: “Believe it or not“, Columbia, USA.

1965

Leben und Wirken (Heirat) mit Maria Anna Weber erste Mitarbeiterin ab 1967.

Erste Erweiterungen Wohnhaus mit Säulenskulpturen.

1984

E. Schurich, Eppes, D-Mainz SWF.

Heidi Abel, Karambuli, Hauptbeitrag Weinrebenpark, Live-Übertragung DRS, Zürich.

1985

P. Diegmann „Gärten Europas“, D-Köln WDR.

Marcel Boucard, Kunstmagazin, Ö1, Wien.

1988

P. Diegmann, Die Geschichte der phantastischen Kunst, SWF (D).

1990

„Bruno Weber“, 60 min. Live-Interview mit Verena Höhne D-Köln 3 SAT.

1991

Gesichter der Schweiz, Kinofilm zur 700-Jahrfeier der Schweiz, mit Beiträgen von Jean Tinguely, Kanton Bern, Mario Botta, Tessin, Bruno Weber, Kanton Aargau.

1992

Marcel Boucard, Bruno Weber - Land der Imagination DVD.

1998

“Der Faden der Ariadne“, Film Dokumentation zur Ausstellung; SW3.

„Faden der Ariadne“, Beitrag des Kulturredaktoren Herrn Bär, D- SRF.

2003

Schweiz Aktuell, Dokumentation zum Bruno Weber Park, SRF.

2006

Kulturplatz, “75 Jahre Bruno Weber“, R. Unterfinger, SRF.

2008

Aeschbacher, “Bruno Weber“, SRF.

2010

NZZ sf tv format.

2012

Schweiz Aktuell, “Traumwelt“, Rolf Holzapfel SRF.

Filmarbeiten im Bruno Weber Park

1980

Bruno Weber Park: Szenen im Film “Rendez-moi ma peau“, Patrik Schulmann, Paris (F).

1981

Bruno Weber Park: Szenen im Film “Sirenen Insel“, Isa Hesse-Rabinovitch, Zürich.

1985

Bruno Weber Park: Szenen im Film “Ein Konzert für Alice“ Thomas Koerfer, CH.

1991

Bruno Weber Park / Videoclip Rockband Gotthard.

Auszeichnungen und Werkbeiträge

1982

Werkbeitrag der Eidgenössischen Kunstkommission, Hans Hürlimann (Bundesrat).

1997

Kulturpreis Spreitenbach.

2002

Werkbeitrag Kuratorium Kanton Aargau.

2006

Werkbeitrag Kanton Aargau.

Werkbeitrag Kanton Zürich.

Bundesamt für Kultur, Bern.

2011

Kulturpreis Dietikon.

Auftragsarbeiten / Wettbewerbe

1967

Restaurant Tantris, München, Betonplastiken.

1970

Melbourne Projekt, 1.2 km lange Überdachung des Bahnhofs „Yara Croci“.

1978

Wettbewerbsentwurf einer grossen Hand-Skulptur zur stützung des schiefen Turms von Pisa.

1982

Schlangenbrücke, Ober- und Unterstufenschulhaus Klingnau.

1984

Eulenmensch, TU-Bibliothek, Karlsplatz Wien.

1985

Schulhaus Unterboden, Nussbaumen, künstlerische Gestaltung der Aula.

Witikon, Zürich, Haus zum Erker, 12 Stierköpfe, Witikon ZH.

1990

“Lichterbaum mit vier Kometen“, Kaderschule SBG, Zürich.

1991

Platzgestaltung Uto Kulm, Uetliberg, UBS, Zürich.

1995

“Kakadus“, Brunnenanlage Spreitenbach, Gemeinde Spreitenbach.

1996

Bemalung für 12 Betonmisch-Laster, Holderbank-Cement, Zürich, Holcim AG.

1999

Bahnhof Stadelhofen, Zürich „Down town“ Einzelausstellung, Zürich.

2000

2. Preis Wettbewerb Kirchplatzgestalltung Dietikon.

“Handstuhl“, Kunsthaus D - Rehau, Dauergabe Prof. Eugen Gomringer.

“3 Doppeleulen auf Säulen“, Verkehrskreisel Widen, AG.

2001

2. Preis “BankArt Zürich“.

2003

Grosskulptur, PSI Paul Scherrer Institut, Würenlingen.

2006

Bruno Weber Weg, elf Skulpturen Stationen vom BHF Dietikon bis zum Atelier Bruno Weber.

Bruno Weber Skulpturenweg von Spreitenbach fünf Skulpturen Stationen vom Freizeitzentrum Langäcker, Spreitenbach bis zum Atelier Bruno Weber.

2009

EKZ Dietikon, Kunst am Bau: Skulpturen 'Die vier Elemente'.

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Besuchen Sie den Bruno Weber Park und tauchen Sie ein in die fantastische Welt dieses aussergewöhnlichen Künstlers.

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