Werk-Biografie

Entstehung des Gesamtkunstwerkes im Bruno Weber Park seit 1962

Als Kind und Jugendlicher verschrieb sich Bruno Weber der Malerei. Ermuntert durch den Schweizer Maler Max Gubler besuchte er auf Wunsch seiner Familie machte er zunächst eine Lehre als Graphiker und Lithograph und durfte dann die Kunstgewerbeschule in Zürich besuchen. Seine Lehrer waren der Bauhaus-Künstler Johannes Itten und der Bildhauer Ernst Gubler. 

1962, durch den Bau seines Ateliers, kam es zur autodidaktischen Auseinandersetzung mit Architektur, dem Werkstoff Beton und der Entdeckung ungeahnter Leidenschaft für die Gestaltung seines am Waldrand gelegenen Arbeits-, später Wohn- und Lebensraumes. 

Der begehbare und als Zusammenspiel von plastischer Architektur und Natur erlebbare Kunstraum gilt schweizweit als grösster Skulpturenparkschöpfung eines einzelnen Künstlers.

Biographische Daten, Chronologie des Parks

1947 – 1949 Kunstgewerbeschule in Zürich
1949 Ausbildung als Lithograph und Graphiker bei Orell Füssli in Zürich
1952 Studienaufenthalt in Genua
1952 Bruno Webers Familie erwirbt das Land, auf dem heute der Skulpturenpark steht
1962 Bau des Ateliers, bis 1963
1965 Leben und Wirken (Heirat) mit Maria Anna Weber erste Mitarbeiterin ab 1967
1965 Erste Erweiterungen Wohnhaus mit Säulenskulpturen
1967 Erste Erweiterungen im Park
1972 Geburt der Zwillingstöchter Rebecca und Mireille und Rebecca.
1977 Vereinsgründung des damals sogenannten “Gesellschaft Weinrebenpark“, heute: “Freunde des Bruno Weber Skulpturen Parks“
1988 Die Aargauer Behörden erteilen eine generelle Baubewilligung für die ganze Anlage
1990 Gründung der Bruno Weber Stiftung damals sog. “Stiftung Weinrebenpark-Bruno Weber» bei
2003 Die Spreitenbacher Gemeindeversammlung stimmt einer Umzonung für künstlerische Nutzung
2005 Der Kanton Aargau genehmigt die Umzonung zur „Weinrebenparkzone“
2006 Der Spatenstich zum Wassergarten mit Reden von Christine Egerszegi, Präsidentin des Nationalrats und Roland Brogli, Regierungsrat, erfolgt
2006 Entstehung des Bruno Weber Skulpturenwegs durch die Initiative des gleichnamigen Vereins mit elf Skulpturen (zum Teil Skulpturengruppen) vom Bahnhof Dietikon zum Atelier
2006 Entstehung des Bruno Weber Skulpturenwegs durch die Initiative des gleichnamigen Vereins mit fünf Skulpturen von der Freizeitanlage Spreitenbach bis zum Atelier
2011 24. Oktober Bruno Weber verstirbt 80-jährig

Ausstellungen

1958 Hotel Krone – „Scheune“ heute unter Kulturschutz, Dietikon, Ernst Kissling, Paul Raclé und Bruno Weber
1961 Galerie Holzapfel (Dr. Toggenburg Inhaber), mit Thomas Dubs, Zürich
1979 “Drachen“, Gruppenausstellung, Museum Bellerive, Zürich
1980 Schweizerische Plastikausstellung, Biel
1982 “Bildnis der Menschen unserer Zeit“, D-Säckingen und Nürnberg
1982 Künstlerhaus, Olten Gruppenausstellung
1983 “Übersicht“, Aargauer Kunsthaus, Aarau
1986 Courbet-Museum, Fotos von Vincent Knapp, F-Ornans
1986 Vancouver, National Photographie Exposition, Marcel Schubert, Fotos Weinrebenpark
1988 Amtshausgalerie, Baden
1988 “Kopfhäuser, Skizzen, Objekte“, Einzelausstellung Galerie Hilt, Basel
1991 Kunsthaus Zürich, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“
1992 Expo 92, Schweizer Pavillon, Sevilla
1992 Museo Reina Sofia Madrid, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“
1993 Kunsthalle Düsseldorf, Harald Szeemann, “Visionäre Schweiz“
1993 Bis 2005 Dauer-Ausstellung Modell Weinrebenpark Bruno Weber am Fuss des Monte Verità, installiert von Harald Szeemann, Ascona, TI
1994 Venedig, ”Phantastische Kunst“, Kulturzentrum Zitadelle
1995 Galerie Latal, Zürich, Einzelausstellung
1995 Seedamm Center, Pfäffikon SZ, Einzelausstellung
1997 „Na-Tour 97“, Skulpturenweg, Hitzkirch, LU
1997 Kulturzentrum Villa Rolandseck “Phantasten“, D-Rolandseck
1998 “Faden der Ariadne“, Herrenhof, D-Mussbach
1999 „Down Town“, Bahnhof Stadelhofen, Zürich
2000 Kulturzentrum Sigristenkeller, Bülach, Martin Schwarz, Bruno und Maria Anna Weber
2003 Museum des Kantons Glarus, Tolder + Art, Näfels, Bruno und Maria Anna Weber
2003 Galerie Schoeneck “Outdoor“, Riehen/Basel, Einzelausstellung
2003 Freulerpalast Näfels, Tolder + Art, Einzelausstellung
2004 Art Atelier Aquatinta, Lenzburg, Bruno Weber und Maria Anna Weber
2004 Garmisch-Partenkirchen, Michael Ende Park, Einhorn, Dauerausstellung
2005 “Phantastische Welten“ Zitadelle Berlin, Spandau
2006 Gemäldeausstellung unter dem Patronat der Stadt Dietikon, Einzelausstellung
2007 Art-Imaginär Herrenhof, D-Mussbach Gruppenausstellung 2007 Art-Imaginär
2009 Art-Imaginär Herrenhof, D-Mussbach/Weinstadt 2. Gruppenausstellung
2011 Singisforum Muri, Klostergarten Einzelausstellung Skulpturen
2012 Gedenkausstellung Bruno Weber, Herrenhof, D-Mussbach
2013 “Bruno Weber und Max Gubler“, Bruno Weber Stiftung, Bruno Weber Park

Veröffentlichungen / Bücher

1974 “Kunst und Kirche“, Kunstverlag A-Linz, Text: Prof. Dr. Justus Dahinden
1980 “Phantastische Architektur“, Dumont Verlag D-Köln, Text: Michael Schjut, Jost Elfers
1987 “Architektur“, Krämer Verlag, Stuttgart/Zürich, Text: Prof. Justus Dahinden
1992 “Visionäre Schweiz“, Katalog Ausstellung Kunsthaus Zürich, Verlag Sauerländer, Aarau, Autor: Harald Szeemann
1996 “Bruno Webers phantastische Welt“, Weitbrecht Verlag, Stuttgart/Wien/Bern, Fotos: Robert Elter und Maria Anna Weber, Roman Hocke und weiteren Autoren
1999 “Fantasy Worlds“, Taschen-Verlag, Köln, Wien, Tokio, Fotos: Deidi von Schaewen, Vorwort, John Maizels
2002 Bruno Weber – Der Architekt seiner Träume“, Benteli Verlag, Wabern/Bern, Text:Peter K. “ Wehrli, Fotos: Robert Elter und Maria Anna Weber
1986 „Bruno Weber, die Kraft der Fantasie – ein Lebenswerk“, Hirmer Verlag München, Fotos: Hansruedi Bramaz, Vorwort: Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist, Beiträge: Franz Hohler Peter K. Wehrli, Dr. Fritz Billeter, Franz Hohler, Roman Hocke, Dr. Fritz Billeter, Dr. Peter Conrad und Helene Arnet.

Veröffentlichungen / Magazine und Zeitungen

1979 “Paradies am Rande“, Volker Schunk, Tagesanzeiger Magazin, Zürich
1981 “Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler“, Verlag Huber-Orell Füssli, Zürich
1982 “Sanfte Strukturen“, D-Ueberlingen, Autor: Marcel Kalberer, Architekt Universität Stuttgart-D
1984 “ART“, Nr. 7, Text: Dr. Volker Schunk, Fotos: Michael von Graffenried
1988 “Schweizer Beobachter“, Nr. 18, Text: Ueli Zindl Fotos Peter Stäheli
1990 “TURICUM“, Nr. 2, Zürich, Text: Herbert Stüssi, Fotos: Michael von Graffenried, Robert Elter
1991 “Schweiz“, Nr. 3, Rorschach, Text: Isabelle Rucki, Fotos: Peter und Walter Studer
1992 “TURICUM“, Nr. 1, Zürich, Text: Dr. A. Orlando, Fotos: Robert Elter
1994 “Häuser“, D-Hamburg, Text: Gabrielle Talmein, Fotos: Paul Talmein
1995 “Passagen“, Nr. 4, Kulturzeitschrift, Pro Helvetia, Text: Harald Szeemann Fotos: Niklaus Spoerri
1998 “Schweiz/Suisse/Svizzera/Switzerland – Reisen, Kultur und Natur“ (2/Na98), Text: Lukas Straumann
1999 ArtProfil (3/1999) “Der Weinreben Park, Gesamtkunstwerk des Schweizer Künstlers Bruno Weber»
2003 “The Best Interiors“ No 15, Angelika Taschen, Warner World Media LLC, New York, USA
2006 NZZ und Tages Anzeiger Beitrag zur Bilder- Einzelausstellung unter dem Patronat der Stadt Dietikon
2009 Tessiner Zeitung / Modell des Skulpturenparks / Museum in Mendrisio ehrt Harald Szeemann
2011 Tagesanzeiger Zürich, “Der sanfte Rebell“, Text: Helen Arnet, Beitrag NZZ und viele weitere zum Weggang von Bruno Weber

Fernsehbeiträge

1976 Ludy Kessler, Tessiner Fernsehen; P.K. Wehrli:“Bruno Weber – Träume aus Stein“
1976 Peter K. Wehrli, “Träume in Stein“, Fernsehen DRS, Zürich
1980 Peter Weck, “Schweiz unerwartet“, D-Mainz ZDF
1980 Claude Delieutraz, “Bruno Webers Reich“, Fernsehen SSR, Genève
1980 Marcel Boucard, “Land der Imagination“ DVD
1981 Toni Vescoli, “Szenenwechsel“, Fernsehen DRS, Zürich
1982 Prof. Dr. Peter Dencker, Bruno Weber, D- Mainz ZDF
1982 Abe Milrad: “Believe it or not“, Columbia, USA
1984 E. Schurich, Eppes, D-Mainz SWF
1984 Heidi Abel, Karambuli, Hauptbeitrag Weinrebenpark, Live-Übertragung DRS, Zürich
1985 P. Diegmann „Gärten Europas“, D-Köln WDR
1985 Marcel Boucard, Kunstmagazin, Ö1, Wien
1988 P. Diegmann, Die Geschichte der phantastischen Kunst, SWF (D)
1990 „Bruno Weber“, 60 min. Live-Interview mit Verena Höhne D-Köln 3 SAT
1992 Marcel Boucard, Bruno Weber – Land der Imagination DVD
1991 Gesichter der Schweiz, Kinofilm zur 700-Jahrfeier der Schweiz, mit Beiträgen von Jean Tinguely, Kanton Bern, Mario Botta, Tessin, Bruno Weber, Kanton Aargau
1998 “Der Faden der Ariadne“, Film Dokumentation zur Ausstellung; SW3
2003 Schweiz Aktuell, Dokumentation zum Bruno Weber Park, SRF
1998 „Faden der Ariadne“, Beitrag des Kulturredaktoren Herrn Bär, D- SRF
2006 Kulturplatz, “75 Jahre Bruno Weber“, R. Unterfinger, SRF
2008 Aeschbacher, “Bruno Weber“, SRF
2010 NZZ sf tv format
2012 Schweiz Aktuell, “Traumwelt“, Rolf Holzapfel SRF

Ding Dong zeig mir Dein Zuhause




Bruno Weber wäre heute 90, SRF

Die Gotthard Band erstellt ein Musikvideo im Bruno Weber Park

Filmarbeiten im Bruno Weber Park

1980 Bruno Weber Park: Szenen im Film “Rendez-moi ma peau“, Patrik Schulmann, Paris (F)
1981 Bruno Weber Park: Szenen im Film “Sirenen Insel“, Isa Hesse-Rabinovitch, Zürich
1985 Bruno Weber Park: Szenen im Film “Ein Konzert für Alice“ Thomas Koerfer, CH
1991 Bruno Weber Park / Videoclip Rockband Gotthard

Auszeichnungen und Werkbeiträge

1982 Werkbeitrag der Eidgenössischen Kunstkommission, Hans Hürlimann (Bundesrat)
1997 Kulturpreis Spreitenbach
2002 Werkbeitrag Kuratorium Kanton Aargau
2006 Werkbeitrag Kanton Aargau
2006 Werkbeitrag Kanton Zürich
2006 Bundesamt für Kultur, Bern
2011 Kulturpreis Dietikon

Auftragsarbeiten / Wettbewerbe

1967 Restaurant Tantris, München, Betonplastiken
1970 Melbourne Projekt, 1.2 km lange Überdachung des Bahnhofs „Yara Croci“
1978 Wettbewerbsentwurf einer grossen Hand-Skulptur zur stützung des schiefen Turms von Pisa
1982 Schlangenbrücke, Ober- und Unterstufenschulhaus Klingnau
1984 Eulenmensch, TU-Bibliothek, Karlsplatz Wien
1985 Schulhaus Unterboden, Nussbaumen, künstlerische Gestaltung der Aula
1985 Witikon, Zürich, Haus zum Erker, 12 Stierköpfe, Witikon ZH
1990 “Lichterbaum mit vier Kometen“, Kaderschule SBG, Zürich
1991 Platzgestaltung Uto Kulm, Uetliberg, UBS, Zürich
1995 “Kakadus“, Brunnenanlage Spreitenbach, Gemeinde Spreitenbach
1996 Bemalung für 12 Betonmisch-Laster, Holderbank-Cement, Zürich, Holcim AG
1999 Bahnhof Stadelhofen, Zürich „Down town“ Einzelausstellung, Zürich
2000  2. Preis Wettbewerb Kirchplatzgestalltung Dietikon
2000 “Handstuhl“, Kunsthaus D – Rehau, Dauergabe Prof. Eugen Gomringer
2000 “3 Doppeleulen auf Säulen“, Verkehrskreisel Widen, AG
2001 2. Preis “BankArt Zürich“
2003 Grosskulptur, PSI Paul Scherrer Institut, Würenlingen
2009 EKZ Dietikon, Kunst am Bau: Skulpturen ‚Die vier Elemente‘
2006 Bruno Weber Weg, elf Skulpturen Stationen vom BHF Dietikon bis zum Atelier Bruno Weber
2006 Bruno Weber Skulpturenweg von Spreitenbach fünf Skulpturen Stationen vom Freizeitzentrum Langäcker, Spreitenbach bis zum Atelier Bruno Weber